... müssen fließen, damit sie sich entwickeln können. Das können sie nicht, solange sie nur in unserem Kopf kreisen. Um ihnen Freiraum zu verschaffen, haben wir zwei Möglichkeiten:
1. Mit jemand reden. Wenn wir unsere Gedanken oder Gefühle aussprechen wollen, müssen wir sie vorher klar und verständlich formulieren. Damit werden sie uns meistens deutlicher und bewusster. Wir erkennen besser Hintergründe, Ursachen und Zusammenhänge. Und wir finden dabei oft selbst schon eine Antwort oder eine Lösung, wenn es vorher eine Frage oder ein Problem war. Unser Gegenüber kann uns eine Rückmeldung geben, seine Sichtweise zeigen. Damit kann er uns helfen, dass wir unsere Gedanken und Gefühle aus einem anderen Blickwinkel noch besser erkennen und verstehen.
2. Unsere Gedanken und Gefühle aufschreiben. Manchmal können oder wollen wir nicht mit jemand reden, uns unsere Gedanken und Gefühle bewusst machen. Dann hilft uns das Aufschreiben. Auch dazu müssen wir vorher klar formulieren. Die Wirkung ist ähnlich wie wenn wir mit jemand darüber reden. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass wichtige Punkte durch das Aufschreiben erhalten bleiben. Wenn wir das Geschriebene vor uns sehen und immer wieder lesen können, kommen manchmal noch weitere Erkenntnisse dazu und erweitern unser vorheriges Blickfeld. Unsere Aufzeichnungen erleichtern es uns zudem, systematisch eine Lösung zu erarbeiten.
Beide Möglichkeiten befreien unseren Verstand – den „Arbeitsspeicher“ – von Ballast, von „Daten“, die in den „Datenspeicher“ gehören. Damit kann unser Verstand sich wieder leichter seinen eigentlichen Aufgaben widmen: Vergleichen, analysieren, hinterfragen, suchen, prüfen usw. Wir sind befreit von dem Gefühl, den Kopf voll zu haben und nicht mehr zu wissen, was wir zuerst tun sollen. Wir haben wieder Klarheit, finden Antworten und Lösungen, sehen vielleicht einen Weg, den wir vorher wegen vieler blockierender „Daten“ nicht erkennen konnten.
Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema? Schreiben Sie mir einfach eine Mail!
Wolfgang Pecher
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